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In Gedenken an meinen ganz besonderen Wegbegleiter Esel Jonnygestorben am 1. März 2026

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19. März
Lotta Lubkoll Organisator
Von ganzem Herzen wollen wir uns nochmal bei Allen bedanken, die hier mitgewirkt haben. Die uns vertrauen und v.a. die an Jonny geglaubt haben. Dass es so endet, hätten wir und auch die Klinik nicht erahnen können.. wir haben fest daran geglaubt, dass Jonny bald wieder bei uns Zuhause ist und alles dafür getan.

Trotzdem sind wir unendlich dankbar, dass ihr uns die Chance gegeben habt mit vereinten Kräften und allem, was menschenmöglich war Jonny zu unterstützen und um seine Gesundheit zu kämpfen. Genauso, wie Jonny es auch getan hat. Wir haben uns durch Euch nicht alleine gefühlt und neben den Sorgen um Jonny und zusätzlich meiner Schwangerschaft (7.monat) habt ihr hier für emotionale Entlastung gesorgt was das finanzielle anging. Ach, wir sind euch so sehr dankbar.
Ich bin unendlich traurig, dass unser "Mini" unser besonderes Familienmitglied Jonny nun nicht mehr Kennenlernen kann. Damit er nicht nur eine vergangene Geschichte für unser Kind wird, haben wir uns ausgedacht, dass er der Schutzengel für unser Mini sein darf. Ganz präsent und immer da. Esel Engelchen Jonny mit den Regenbogenflügeln.
An unsere Esel-Jonny-Handpuppe werden Regenbogenflügel genäht und auch das Esel Paddock mit unserem Garten bekommt einen großen Holzesel mit Flügeln als Aufpasser.

Als ich Jonny am 1.3.26 am Abend noch stundenlang im Arm hielt, habe ich gespürt, wie seine wunderbare Seele langsam seinen kuscheligen Körper verlässt. Plötzlich konnte er fliegen und ist zuerst in der Box herum vor Freude und dann durchs Fenster und die Wand hinaus.. so kam mir die Idee. Jonny, unser Eselengelchen. Ach ich habe ihn so sehr lieb und vermisse ihn unendlich und beim Schreiben gerade kommen mir die Tränen.

Jonny bekam ein Einzelkrematorium und seine Asche wird einen besonderen Platz unter einem Baum bei uns bekommen. Er darf für immer bei uns sein.
Zum Glück habe ich bei jedem Fellwechsel sein Fell aufgehoben, sodass ich nun kleine Eselchen daraus filzen kann.

Ich schreibe euch auch, um euch mitzuteilen, was aus euren Spenden wird. Sämtliche Rechnungen von der Klinik, Op, Tierarzt etc. werde ich erst noch bekommen. Bei Fünf-sechs Wochen Intensivstation plus OP, drei Mal röntgen und CT und Medikamenten etc. bin ich euch so dankbar für alle Unterstützung. (Besonders weil ich jetzt auch noch im mutterschutz bin und nicht arbeiten kann).
Sollte tatsächlich etwas übrig bleiben, denke ich es ist in Jedem Sinne, dass es auf dem Konto bleibt, dass ich extra für Jonny's Gesundheit eingerichtet habe. Denn wir haben ja auch noch Josefine und womöglich in Zukunft einen Freund oder eine Freundin für unsere Eseldame (wenn wir etwas weiter mit unserem Trauerprozess sind). Man weiß nie was kommt und Unfälle oder Gesundheitliche Probleme können so schnell passieren. Sollte also doch etwas übrig bleiben von euren Spenden, verspreche ich euch, das Geld wird einzig und alleine für die Gesundheit der Esel eingesetzt werden.
Einen Teil würden wir dann auch gerne an Eseline Lara und Esel Carlos geben, denn die Beiden lieben Langohren haben aktuell dieselbe OP hinter sich, wie Jonny und wären ebenfalls über Unterstützung dankbar - Wir sind seither in Kontakt und tauschen uns über ihre Genesung aus.
Auch der Verein der Noteselhilfe -wo wie Josefine adoptiert haben - braucht stetig Unterstützung..

Aber nun müssen wir erstmal alle Rechnungen an uns abwarten...

Wir danken euch von Herzen für alles Vertrauen. Schaut gerne auf eseljonny bei Instagram oder auf unsere Website eseljonny.de hier könnt ihr erfahren, wie es bei uns in Zukunft weiter geht.

Wir sind überwältigt von so viel Liebe und Anteilnahme. Und wir wissen nicht, wie wir Danke sagen können für all die Verbundenheit aus der Ferne in dieser schweren Zeit.

In Liebe mit Eseligen Umarmungen
Lotta, Stefan, Eseline Josefine und "Mini"

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Bild für Spendenaufruf-Update
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L
3. März
Lotta Lubkoll Organisator
Die Sonne scheint. Endlich. Jonny hat viel Energie geschöpft, ist im Vergleich zu den Wochen davor richtig fit geworden. Er steht mehr, futtern fleißig und möchte aus seiner Box, um sich umzuschauen. Seit Donnerstag waren wir ganz überrascht und anschließend hoch begeistert, als es hieß, dass Jonny raus darf. Raus in die Sonne. Ach was haben wir das gefeiert. Mir kamen die Freudentränen. Jonny tat sich zwar noch schwer mit dem Auftreten, doch dafür hoppelt er unfassbar schnell voran, sobald er den Bogen des neuen Bewegungsablaufs mal raus hat. Es ist eine reine Übungssache und natürlich viel Physiotherapie und Muskelaufbau. Sicher wird es Tag für Tag besser, wir sind zuversichtlich. Am Montag 2.3. soll die Physio vor Ort beginnen. Am Samstag steht Jonny bereits in den Startlöchern, als wir ankommen und wenige Minuten darauf strahlen wir mit Jonny draußen in der Sonne um die Wette. Was für ein Lebensgefühl! Was für ein Hoffnungsschimmer, eine Freude und Dankbarkeit. Jonny ist ein Kämpfer und er will und meistert es so beeindruckend, ich kann noch viel von ihm lernen.

Doch Sonntag 1.3. am Morgen. Ein Anruf. Jonny hat sich wohl bei einem Versuch in seiner Box selbstständig aufzustehen (das hat er schon mehrfach geschafft) das andere noch gesunde Hüftgelenk hinten links luxiert. Ein Röntgenbild gibt Gewissheit. Das Gelenk mit dem er bisher die ganze Zeit stand, das er belastete, damit es rechts heilen kann. Und plötzlich stehen die Uhren still. Plötzlich gibt es keine würdevolle Heilungsoption mehr. Eine weitere Behandlung ist in diesem Fall aussichtslos. Das Klinikteam ist erschüttert. Auch sie können es nicht fassen. Ein absurder Verlauf, den wir uns nur so erklären können, dass Jonny sich womöglich bei dem Sturz vor 5 Wochen auch Sehnen oder Muskeln der anderen Seite verletzte und durch die Überbelastung, unerkannte Vorerkrankung oder einfach nur heftig falsche Bewegung nun etwas riss und der Gelenkkopf nicht mehr in der Pfanne hielt. Genau werden wir es nie wissen.

Wir beruhigen Jonny, der eigentlich unbedingt aufstehen möchte, weil er Dank Schmerzmitteln keine Schmerzen mehr spürt. Er will es schaffen, er versteht nicht, warum es plötzlich nicht mehr geht und deutet mit den Nüstern auf seine Hüftregion. Er bekommt ein Mittel zur Beruhigung.
Es zerreißt mir das Herz. Ich wollte ihn nur noch befreien von der Ungewissheit, die in seinen fragenden Augen stand.
Am Ende halte ich ihn im Arm. Sein Kopf auf meinem Schoß bis zum letzten Atemzug und noch Stunden danach, bis ich das Gefühl habe, dass seine Seele entgültig aus seinem Körper ist. Diese Begleitung war für mich nicht schlimm, sie war ein Prozess, ein Teil unserer Freundschaft den ich mir - muss es einmal soweit kommen - so gewünscht habe. Es war immer klar, wenn ich kann, bin ich für ihn da bist zum Schluss.
Was schwer ist, ist jetzt die Zeit danach, denn diese Leere ist nicht zu füllen.
Der Verlust eines Lebenspartners, eines Wesens, mit dem ich Identität, Alltag, Zukunft und Sinn geteilt habe. Er war Teil meines Lebensentwurfs.
Ich wollte doch nur mit ihm alt werden - Dieser Satz tut so weh, weil er wahr ist.
Wir hatten keinen "Plan“, wir hatten ein gemeinsames Leben. Zahlreiche Abenteuer und elf Ländern zu Fuß und Zuhause eine Art WG mit Tinyhaus und Eselstall im Alltag.
Entscheidungen, die wir füreinander getroffen haben. Ein Zuhause, ein Stall, Nähe, Vertrauen.
Eine Zukunft, in der unser Kind mit Jonny kuschelt und ihn spazieren führt.
Und jetzt ist da dieser brutale Bruch:
Bis Samstag ging es stetig bergauf und am Sonntag gab es plötzlich keine Perspektive mehr.

Bevor er ging, habe ich mich bei ihm bedankt. Für alle gemeinsame Zeit. Für besondere Momente aus denen ich und Andere von ihm lernen durften. Langsamkeit, Geduld, Vertrauen, Minimalismus und pures Sein im Moment. Für ein Leben das ohne ihn niemals so gekommen wäre.

Unsere Bücher habe ich geschrieben, um Momente festzuhalten. Diese werden auf ewig da sein, auch wenn ich selbst nicht mehr bin. Selbst dann können Menschen "live" beim Lesen miterleben was für eine wundervollen Verbindung wir hatten und wie besonders Jonny war. Von unseren Abenteuern möchte ich weiterhin berichten, denn ich bin so dankbar für jeden Moment und diese sind es wert geteilt zu werden.

Jonny hat so Vieles angestoßen, das ich auch in Zukunft weiterführen möchte. Durch Jonny hat sich mein gesamtes Leben entwickelt, und es wird auch mit ihm weitergehen. Nur in einer anderen Form des Seins. Durch alles was ich von ihm gelernt habe, was sich durch ihn entwickelt hat, das ist sein Vermächtnis. Unser "Mini" bekommt nun einen Eselsschutzengel.

DANKE Jonny, dass du da bist.



DANKE an Euch, dass ihr an unserer Seite seid und DANKE an das Klinikteam Gessertshausen, die mit herausragend viel Engagement alles gegeben haben.

Vorerst verbleibt eine unendliche Leere, Trauer und Fassungslosigkeit.